Software Due Diligence

Analyse und Bewertung von Software und Softwareentwicklung.

Bewertungsfragen sind vielschichtig und gehören zu den schwierigsten betriebswirtschaftlichen Themenkomplexen. Zusätzlich erschwert wird eine Bewertung, wenn Spezial-Know-how und immaterielle Vermögenswerte mit im Spiel sind, wie z. B. Patente, Marken, Domains oder eben Software.

Da Software aber alle Bereiche in Industrie und Wirtschaft immer stärker durchdringt, gewinnt die sachkundige Beurteilung des Wertes einer Software und des dahinter stehenden Entwicklerteams immer mehr an Bedeutung. Dabei muss insbesondere in Softwarefirmen die Einschätzung der verantwortlichen Entwickler kritisch hinterfragt werden, da diese den Status-Quo oftmals zu unreflektiert und viel zu positiv darstellen.

Ohne umfassende praktische Erfahrung in der Entwicklung kommerzieller Softwareprodukte ist diese Aufgabe für einen Gutachter allerdings nur schwer zu lösen. Als Softwareentwickler und IT-Unternehmer mit langjähriger Erfahrung setze ich mit meiner Beratungs-Dienstleistung exakt an dieser Stelle an.

Im Rahmen einer Software Due Diligence beantworte ich u.a. folgende Fragen:

Was ist der „innere“ Wert der Software? Wie zukunftsfähig wurde die Architektur der Software angelegt? Hat das Entwicklerteam auf die richtigen Software-Technologien und Entwicklungstools gesetzt? Welche Qualität weisen die begleitenden Prozesse auf und entspricht das den Empfehlungen eines „Application Lifecycle Managements“? Sind die Mitarbeiter ausreichend geschult und qualifiziert? Mit welchen Investitionen in die Wartung der Software ist in den kommenden Jahren zu rechnen? Lässt sich die Software weiterentwickeln, wenn wenige, aber wichtige Mitarbeiter des Entwicklerteams überraschend das Unternehmen verlassen? Ist das geistige Eigentum des Unternehmens ausreichend geschützt?

Zielgruppe:

Für Investoren

…die ein Investment in ein Technologie orientiertes Unternehmen, dessen Wertschöpfung entscheidend durch Softwareentwicklung definiert wird, fundiert absichern wollen.

Für Unternehmensinhaber

…die für eine Positionsbestimmung einen sachkundigen und zugleich kritischen Blick von außen benötigen. …die für die digitale Transformation einen kompetenten Sparringspartner mit Überblick suchen. …die einen Verkauf des Unternehmens professionell vorbereiten wollen.

Für Führungskräfte

…die für Strategie und operatives Vorgehen im Bereich der Softwareentwicklung eine Zweitmeinung einholen möchten. …die neu Verantwortung übernommen haben und im Rahmen der Einarbeitungsphase für die Softwareentwicklung einen Status-Quo Report benötigen.

Für Wirtschaftsprüfer

…die im Rahmen vom M&A-Prozessen für die Technical Due Diligence fachkundige Unterstützung suchen.

Meine Dienstleistung für Sie:

  • Ich führe eine qualifizierte Begutachtung der Softwareentwicklung durch und biete damit Einblick in die betrieblichen Risiken.
  • Ich beurteile die Zusammensetzung des Entwicklerteams und überprüfe die Effizienz der vom Team verwendeten Entwicklungsprozesse.
  • Ich liefere Informationen zu Wert, Qualität und Zukunftsfähigkeit des im betrachteten Unternehmen vorhandenen Programmcodes.
  • Auf Wunsch erarbeite ich ergänzend zum Gutachten einen dedizierten Maßnahmen-Katalog und begleite das Unternehmen anschließend bei der konkreten Umsetzung.

Software Due Diligence FAQ:

Welche Bereiche werden bei einer Software Due Diligence begutachtet?

Eine Software Due Diligence als Spezialfall einer Technical Due Diligence muss bei Analyse und Bewertung der von einem Unternehmen hergestellten Software sowie der damit verbundenen Softwareentwicklung ansetzen. Zur Bestimmung eines Wertes von Software und Softwareentwicklung wird folglich versucht, so viel wie möglich über

  • das Entwicklerteam einschließlich dem dafür verantwortlichen Management,
  • die eingesetzten Tools,
  • die Prozesse,
  • den Code und
  • die Anwendung selbst

in Erfahrung zu bringen.

Software Due Diligence Teilbereiche

Die fünf Säulen einer Software Due Diligence.

Wer beauftragt normalerweise eine Software Due Diligence?

Eine Due Diligence ganz allgemein wird in der Regel anlassbezogen durchgeführt, Inhalt und Schwerpunkt der Analyse werden durch den jeweiligen Zweck konkretisiert. Das wichtigste Anwendungsgebiet einer Due Diligence ist die Vorbereitung von Unternehmensakquisitionen. Für den Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensanteilen oder z. B. für die Durchführung einer Venture Capital Finanzierung ist eine Bewertung des Unternehmens die elementare Voraussetzung. Eine Software Due Diligence wird erforderlich, wenn in einem Unternehmen Softwareentwicklung einen signifikanten Anteil der Wertschöpfung darstellt. Da die Beurteilung des Vermögenswerts „Software“ nicht ohne einschlägige Expertise vorgenommen werden kann, werden im Rahmen einer Due Diligence seitens der Wirtschaftsfachleute weitere Spezialisten für die spezifischen Fachgebiete hinzugezogen. Auftraggeber für eine Software Due Diligence sind im anlassbezogenen Fall meistens Investoren oder Banken. Eine Due Diligence kann auch ohne konkreten Anlass auf freiwilliger Basis durchgeführt werden. Ein Unternehmen simuliert für sich intern einen bevorstehenden Akquise-Prozess und stellt sich testhalber den Anforderungen des M&A-Marktes. Die Due Diligence dient dabei dem Unternehmen zur eigenen Positionsbestimmung und hilft Stellen mit Verbesserungspotenzial zu identifizieren, indem die Verantwortlichen sich temporär die Sicht eines externen Kaufinteressenten zu eigen machen. Regelmäßig durchgeführt können die im Rahmen der Analyse generierten Daten über den Ist-Zustand des Unternehmens als Eingangssignal für das Aufbauen eines Regelkreises verwendet werden. Eine Due Diligence als Führungsinstrument bzw. „Check-up“ einzusetzen ist eine sehr hilfreiche Anwendungsart. Im Falle der freiwilligen Begutachtung sind die Auftraggeber in der Regel die Inhaber der Unternehmen selbst oder die für die Entwicklung von Software verantwortlichen Führungskräfte.

Welchen Beitrag liefert eine Software Due Diligence zur Bestimmung eines Unternehmenswertes?

Bei der Bewertung eines Unternehmens hat sich im Großen und Ganzen das sogenannte Ertragswertverfahren bewährt. Innerhalb der Berechnungsformel wird über den sogenannten „Betafaktor“ das unternehmensspezifische Risiko im Verhältnis zum Marktdurchschnitt abgebildet. Eine Vielzahl von Werttreibern verringert das Risiko für einen Investor, entsprechend kann der Wert des Unternehmens höher angesetzt werden. Können bei Analyse des Unternehmens jedoch zahlreiche Mängel und Schwachstellen identifiziert werden, wird in Relation zum Sanierungsbedarf der Wert des Unternehmens nach unten korrigiert. In einer Software Due Diligence werden die fünf Teilbereiche Mitarbeiter, Tools, Prozesse, Code und Anwendung einer sorgfältigen Analyse unterzogen. Der Bewerter versucht den Teilbereichen nach der Analyse jeweils einen spezifischen Risikofaktor zuzuordnen. Aus den einzelnen Risikofaktoren ist anschließend unter Berücksichtigung einer Gewichtung ein übergeordneter Risikofaktor zu berechnen, der als Betafaktor in die formale Berechnung mit einfließt. Das Gesamt-Risiko für die Berechnung des Ertragswertes bestimmt sich also durch die Summe der gewichteten Einzel-Risiken. Ein „durchschnittliches Risiko“ (= Betafaktor 1,0) wird einem durchschnittlich gut aufgestellten Softwareunternehmen zugeordnet, das solide agiert und dessen Software und Softwareentwicklung im Großen und Ganzen dem Stand der Technik in der Branche entsprechen. Die ganze Thematik der Bewertung von Software und Softwareunternehmen erläutere ich ausführlich in meinem Buch in Kapitel 2, „Wert der Software“.

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Wie lange dauert eine Software Due Diligence?

Für die Durchführung einer Software Due Diligence verwende ich folgenden Ablaufplan:

Projektphasen in einer Software Due Diligence

Die benötigte Analysezeit hängt sowohl von der Komplexität der Anwendung mitsamt der dahinterliegenden Fachdomäne ab, als auch von der Größe des Entwicklerteams und dem Umfang des im Unternehmen vorhandenen Codes. In einem großen Team, das sich für Millionen Zeilen von Quellcode verantwortlich zeigt, erfordert der Prozessschritt der Detailanalyse deutlich mehr Zeit als z. B. in einem kleinen Startup, das erst vor 18 Monaten die Geschäftstätigkeit aufgenommen hat, entsprechend nur über eine begrenzte Personalstärke verfügt und noch nicht allzu viel selbst entwickelten Code auf den Festplatten gespeichert hat.

Kann eine Software Due Diligence ohne Beteiligung der Mitarbeiter durchgeführt werden?

In vielen mittelständischen Unternehmen führt die Softwareentwicklung ein Eigenleben. Diese Situation findet sich besonders häufig in Betrieben, in denen Software (noch) nicht als Kernkompetenz angesehen wird. Inhaber und Geschäftsführer ohne einschlägige Qualifikation im IT-Bereich haben häufig große Schwierigkeiten, die Arbeitsleistung der Softwareentwickler und die dafür erforderlichen Aufwendungen einschätzen zu können. Eine Software Due Diligence kann hier für Klarheit sorgen. In Zeiten des Fachkräftemangels scheuen manche Verantwortliche allerdings die offene Diskussion mit ihren Mitarbeitern. Daher kommt immer wieder die Frage, ob sich eine derartige Analyse nicht auch diskret, d.h. ohne aktive Beteiligung der Mitarbeiter durchführen lässt? Grundsätzlich ist dies bis zu einem gewissem Grad möglich, allerdings u.U. verbunden mit einem deutlich höheren organisatorischen Aufwand bei der Informationsbeschaffung. Die Effektivität dieser besonderen Due Diligence Vorgehensweise hängt davon ab, in welchem Umfang die Softwareentwickler ihre Arbeit dokumentiert haben und diese Dokumentation für den Gutachter zugänglich ist. Die obligatorischen Code Reviews lassen sich problemlos an Wochenenden durchführen, vorausgesetzt das Management hat die Möglichkeit, Zugriff auf den Source Code herzustellen. Der Quellcode als zentrales Arbeitsergebnis der verantwortlichen Mitarbeiter ermöglicht zumindest indirekt eine Beurteilung des Teams.

Mehr Informationen zum Thema auch in meinem Fachbuch „Software Due Diligence“.

Presse-Anfragen zum Thema „Software Due Diligence“ bitte an: pr (at) software-due-diligence.de.