Verlagswechsel: Gründe

Nach über 25 Jahren Zusammenarbeit mit dem Springer Verlag in Heidelberg, habe ich mich nach sorgfältiger Prüfung entschieden, für die 2. Auflage meines Buches Software Due Diligence neue Wege zu beschreiten.

Springer hat sich in den letzten 15 Jahren sehr verändert und ganz offensichtlich die Unternehmensziele geändert. In den 90er Jahren war Springer ein top Verlag, der nach sorgfältiger inhaltlicher Prüfung hochqualitative Bücher auf den Markt brachte. Die Lektorate waren damals mit erstklassig qualifizierten Mitarbeitern besetzt, die Produktion der Bücher erfolgte vor Ort in Deutschland. Mein erster Lektor bei Springer war ein promovierter Naturwissenschaftler, mit dem sich sehr produktive Diskussionen führen ließen.

Heute ist das alles komplett anders.

Die Liste der Ärgernisse aus Autorensicht ist lange und in vielerlei Hinsicht auch frustrierend, ich möchte das hier aber bewusst nicht weiter ausführen. Als Autor bei Springer muss man sich jedenfalls innerhalb sehr eng gestellter Leitplanken bewegen, die den Raum für die eigene Kreativität sehr einschränken. Zudem war z.B. bei meinem Buch Software Due Diligence (1. Aufl.) die Preisgestaltung wenig nachvollziehbar, was sich trotz mehrfacher Intervention von meiner Seite nicht ändern ließ oder niemand im Verlag – aus welchen Gründen auch immer – ändern wollte. Seltsamerweise wird mein ebenfalls von Springer verlegter Ratgeber Erfolgreich ein Software-Startup gründen zu einem durchaus wettbewerbsfähigen Preis am Markt angeboten. Komisch – ist aber so.

Btw.: Wäre ich bei Springer geblieben, hätte ich für die 2. Auflage ein Cover aus dem folgenden nichtssagenden Fundus auswählen müssen:

Collage mit unterschiedlichen Buch Covern